Geschichte
 
 
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Am Aschermittwoch, 28. Februar 1979, war es, als eine Schar fastnachtsbegeisterter Narren und Närrinnen sich in der „Sonne" zusammenfand, um die Gründungsurkunde der Ettlinger Rebhexen zu unterzeichnen. Ausgegangen war die Idee, eine Hexenzunft zur Bereicherung der Ettlinger Fastnachtsszene zu gründen, von der Narrengilde. Der traditionsreichsten Ettlinger Karnevalsgesellschaft. Vorbild und Namenspatron waren die Rebhexen aus Friesenheim bei Lahr. Unser erster Zunftmeister war Norbert Gysser, der mit vielen Einfällen die junge Zunft leitete. Mit grotesken Kunststoff-Larven, gestaltet nach einem Entwurf von Bühnenbildner Waldemar Mayer-Zick, und in zünftigen Kostümen mit aufgenähten Rebenblättern wurden für die Prunksitzungen der Narrengilde große Auftritte dargeboten. Treffen, Versammlungen und gesellschaftlichen Veranstaltungen fanden in der „Sonne" statt bei den freundlichen Wirtsleuten Amelie und Thomas Müller, beide begeisterte Hexen. Im August 1981 übernahm Eva-Maria Langensteiner, seit 1980 Vizezunftmeisterin das Amt der Zunftmeisterin. 
Die Kunststoff-Larven haben leider der Beanspruchung nicht lange standgehalten. Seit 1981 besitzt die Zunft dank vieler Sponsoren Holzlarven, geschnitzt vom begabten Larvenschnitzer Karl-Heinz Stoll aus dem Hüsli bei Gräfenhausen im Schwarzwald.
Das neue Aussehen gab der jungen Zunft nun die hochwillkommene Möglichkeit, ihre Aktivitäten auch auf die Straßenfastnacht auszudehnen. Vizezunftmeister Kurt Kühn, selbst aus einer oberrheinischen Narrenstadt stammend, knüpfte wertvolle Kontakte. Erstmals in Emmendingen im Jahre 1982, dann Lahr, viele Male in Freiburg, in Oberkirch u. Friesenheim und vielen anderen Orten im alemannischen Fastnachtsraum schwangen nun die Rebhexen ihre Besen.
Und überall hat man unsere wunderschönen Masken bewundert.
Aber auch in der näheren Heimat, in Waldbronn, Karlsruhe, Bruchsal, Rastatt, Grötzingen, dann Schöllbronn, Spessart, Schielberg, waren wir immer wieder Gast. Zweimal auch in Stuttgart und sogar bei einem internationalen Narrentreffen in Salzburg (1984). Unsere Straßenaktivitäten nahmen nun einen immer breiteren Raum ein. Vor allem bei der Ettlinger Kinderfastnacht waren wir sehr aktiv. Die Rebhexen   boten   Verkleideries-Spiele  -  mit  allem  Material,  -Geschicklichkeitsspiele mit Preisen und dann die Möglichkeit für jedes Kind, als „Stadthexle" am Umzug teilzunehmen. Kinder sind ohnehin ein Thema der Rebhexen. Ganze Familien sind bei uns Mitglied geworden. Beibehalten wurden viele Jahre lang große Auftritte bei den Prunksitzungen der Narrengilde, Reden und Tänze gestraffter als zu Beginn, doch weiterhin wurde so mancher verdiente Ettlinger Ehrenhexe. Unvergessen unser Sturm aufs Umweltministerium in Stuttgart 1991, später, 1993 auch aufs Staatsministerium, wohin uns dann sogar unser OB, Josef Offele, mit seiner ganzen Familie, alle im Häs, und zunächst unerkannt, begleitete. Mehr Lokalkolorit wurde schon recht früh eingebaut, geht es doch den Ettlinger Rebhexen nicht nur um fastnächtliche Narretei, sondern auch darum, Ettlinger Brauchtum und Geschichte, soweit sie uns betrifft, nicht in Vergessenheit versinken zu lassen. Ettlinger Sagengestalten sind also mehrere Male auf der Bühne und bei (auch sommerlichen ) Umzügen, z.B. Sibyllatage 1983 mit der Singerhex, dabei, die schon seit 1982 zu einer Symbolfigur für uns geworden ist. 1988 beim historischen Umzug zum Jubiläum 1200 Jahre Ettlingen führten wir 4 Sagen mit uns: Die Singerhex, die Weiße Dame, den Feurigen Mann vom Hägenich und den Schrecklichen Riesen. Überhaupt erinnert die Ettlinger Rebhexenzunft gerne daran, dass in Ettlingen eines der ältesten, urkundlich nachweisbaren Weinbaugebiete des Landes Baden ist (788 n.Chr.).
  
Besondere Riten bilden sich heraus: 
Hexenbesenwäsche. Seit Januar 1986, immer am l. Donnerstag nach Dreikönig, werden zur Eröffnung der Fastnacht mit einer feucht-fröhlichen Zeremonie am Narrenbrunnen unsere Besen gewaschen - mit Albwasser, das wir zuvor selber aus „unserer Bach" geschöpft haben. Viele befreundete Zünfte und Gruppen nehmen seither daran teil - auch zur Freude unseres Publikums.
Narrenbaumstellen ist eine weitere Aufgabe der Rebhexen. In den ersten Jahren, so noch 1992, konnte der Baum im Wald selbst ausgesucht werden, doch jetzt ist es nur noch der Wipfel, der auf einen vorhandenen Stamm aufgesetzt und von den Rebhexen mit den Emblemen aller Ettlinger Narrenvereine versehen und bunt dekoriert wird.
Hexenbesenverbrennung: Seit Fastnachtsdienstag 1985 verbrennen wir unsere Besen am Narrenbrunnen, zum Ausklang unserer Fastnacht, mit viel Geheule und mit großer Anteilnahme unseres Publikums.
Hexentaufe: Seit Walpurgis, dem 30. April 1985 werden neue Hexen am Bismarckturm hoch über der Stadt mit einem Hexenritt rund ums Feuer und dem Hexenschwur in die Zunft aufgenommen. 
Die Morris-Men unser Partnerverein, aus Clevedon, waren schon oft bei uns zu Gast. Sowohl im Winter - Fastnacht 1987, als auch im Sommer -Juni 1990, haben die Morris-Men mit ihren Tänzen große Begeisterung beim Publikum ausgelöst, mit den Tänzen, die in vielen Elementen an alemannisches Fastnachtsbrauchtum erinnern. Seit 1985 hatten wir im UG der Stadthalle einen Archivraum und konnten den davorliegenden, „Karzer" genannten Raum zur Vorbereitung unserer Aktivitäten und zu Proben nutzen - jeweils aber nur auf Anfrage. Ab 1991 konnten wir erstmals einen Raum im Eichendorff-Gymnasium im UG. gelegentlich nutzen, der uns dann 1993 ganz zugesprochen wurde.
 Im 11. Jahr ihres Bestehens haben die Rebhexen nach vielen Vorbereitungen Vereinsstatus erreicht mit Eintrag beim Amtsgericht am 09.02.90, mit Eva-Maria Langensteiner als Zunftmeisterin und Werner Lutz als Vizezunftmeister.
Mit unserer „Mutter" Narrengilde, bleiben wir jedoch in jedem Falle freundschaftlich verbunden und arbeiten weiter zusammen wie bisher.
Auch in der Ettlinger Narrenvereinigung waren die Rebhexen aktiv, vertreten durch ihre Zunftmeister die als Vizepräsidenten viele Jahre lang mitgewirkt haben.
Im Mai 1993 übernimmt Claus Hentschke das Amt als Zunftmeister.
 
Am 2. Juli 1993 wurde Eva - Maria Langensteiner  zur Ehrenzunftmeisterin ernannt. Am 2. Jan. 1994 erhielt sie als erstes Mitglied der Rebhexen von der Vereinigung  Badisch – Pfälzerischer Karnevalsvereine den „Goldenen Löwen" .
 
Von unserer Ehrenzunftmeisterin Eva - Maria Langensteiner wurde der Zunft ein Zunftmeisterhäs gespendet. Das Gesicht des Bacchus ( siehe den Schildjungfrau - Brunnen in der Albstraße ) und statt Rock und Schultertuch Hose und Weste.Dieses Häs hebt den Zunftmeister aus der Gruppe der Hexen hervor.
Im Mai 1997 übernahm der Zunftmeister der Rebhexen Claus Hentschke die Präsidentschaft der NV für 2 Jahre. Seit 2002 besteht der jetzige Vorstand mit Cornel Fischer als  Zunftmeister.

Neu: Am 25. Januar 2003 wurde Claus Hentschke zum Ehrenzunftmeister ernannt. Herzlichen Glückwunsch!